Tom Hanson und die restlichen Mitglieder der
US-Küstenwache patrouillieren durch die stürmische See. Plötzlich sorgt
ein Funkspruch für Aufregung. Ein russisches Walfängerschiff soll ohne
Besatzung umher treiben. Die Crew erhält den Auftrag, an Bord des
Schiffes nach dem Rechten zu sehen. Kaum auf dem Schiff angekommen,
verschwinden in kurzen Abständen alle Kollegen von Hanson. Eines ist
klar: Er ist nicht alleine auf dem Schiff.
Stürmische See
In der Rolle von Tom Hanson versuchen wir vorerst
herauszufinden, ob es wirklich keine Überlebenden gibt und wieso wir
den Funkkontakt zu unseren Kollegen verloren haben. Gleich zu Beginn
des Spiels verblüfft das Wetterfeature. Das Schiff schaukelt heftig im
Wog der See. Links und rechts schlagen die Wellen über und der starke
Wind drückt uns salzige Tropfen ins Gesicht. Vorsicht ist geboten! Eine
Unachtsamkeit, und wir werden von Bord gespült. In brenzligen
Situationen können wir uns auf Knopfdruck an der Reling festhalten.
Langsam erforschen wir das Schiff - Stück für Stück und mit
schützender Hand vor den Augen. Schon nach kurzer Zeit finden wir erste
Leichen, deren Körper blutgetränkt auf dem Boden oder in Ecken liegen.
Das Schiffsinnere birgt mehrere Gänge und Räume, zu denen wir aber
nicht immer Zugriff haben. Auf eine Umgebungskarte haben die Entwickler
leider verzichtet, so dass man sich das eine oder andere Mal etwas
verloren fühlt. Im späteren Spielverlauf treffen wir auf Anna, die
Tochter eines Wissenschaftlers. Da diese sich nicht wehren kann, müssen
wir nun auch noch als Babysitter für ihr Überleben sorgen. Von ihr
erfahren wir, dass ihr Vater sich auf einer Bohrinsel aufhält. Das
nährt die Hoffnung, dort auf Hilfe zu treffen, und so verlassen
wir auf spektakuläre Weise das Schiff und erkundet fortan die
Bohrinsel, welche am Schluss - so viel sei verrraten - mit einem
Showdown aufwartet. Die Story wird einerseits durch schicke
Rendervideos erzählt und zum anderen durch Notizzettel und Dokumente,
die euch unter anderem über Gegenstände oder Personen Auskunft geben.
Das ist alles nur geklaut…
Wirkliche Rätsel bekommen wir in Cold Fear nicht
vorgesetzt. Mal benötigen wir einen Code, dann eine Magnetkarte. Ist
eine Tür etwa elektrisch gesichert, ballern wir kurzerhand den
Stromkasten zu Schrott, und schon ist der nächste Raum zugänglich. Nach
kurzer Spielzeit treffen wir auf feindliche Soldaten, die verängstigt
auf alles schießen, was sich bewegt. Grund ihrer Angst, das erfahren
wir später, sind menschliche Mutanten, die auf dem Schiff umher laufen.
Schuld daran soll ein gewisser Dr. Kamsky sein, der an unfreiwilligen
Opfern Versuche durchgeführt hat. Auch wir bekommen es später mit
dieser ungemütlichen Spezies zu tun. Dabei reichen die Gegnertypen von
Kontaminatoren, welche an die "Facehuger" in Alien erinnern, über
mutierte Soldaten bis hin zu hundeartigen Kreaturen. Anfangs nur mit
einer Pistole bewaffnet, vergrößert sich im weiteren Spielverlauf unser
Arsenal um Maschinenpistole, Sturmgewehr, Granatwerfer und
Flammenwerfer. Interessant ist eine speziell angefertigte Harpune, die,
wie wir später erfahren, ein Gefäß mit chemischem Gas abfeuert. Dieses
Gerät lockt für kurze Zeit die Mutanten an. Kombinieren wir den
Lockduft mir dem Granatwerfer, können wir uns mehrerer Gegner auf
einmal entledigen. Auch hier kommt es wieder zu starken Ähnlichkeiten
mit Resident Evil. Denn um die Mutanten und die Wirte in den Köpfen ein
für allemal zu vernichten, sollten wir gekonnt auf den Kopf zielen, der
dann als matschige Blutfontäne explodiert, oder die Köpfe der am Boden
liegenden Gegner mit einem kräftigen Tritt zermalmen. Wer nicht achtsam
genug ist, kann schon mal von einem Gegner angefallen werden. Diesen
können wir durch Knopfdruck von uns wegstoßen, was uns etwas mehr Zeit
zum Zielen verschafft. Oder wir verpassen unserem Angreifer durch eine
getimte Tastenkombination einen kritischen Treffer, der einiges mehr an
Effekt hat als normale Schüsse. Mindestens genau so wichtig wie
Zielsicherheit ist das Durchsuchen der Leichen, das für
Munitionsnachschub sorgt. Während wir meist aus einer entfernten
Schulterperspektive unseren Charakter steuern, schalten wir in
Gefechten in den Zielmodus. Alternativ können wir auch in eine
Dritte-Person-Sicht wechseln, welche wieder an die Steuerung aus
Resident Evil erinnert.
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